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Wirtschaftliche Kompetenz bleibt BW weiter erhalten

März 2008: Peter Müller folgt Willy Berger als Vorsitzender in Meyerode

In den rund dreieinhalb Jahrzehnten seit ihrer Gründung hat die Beschützende Werkstätte (BW) aktuell ihren dritten Vorsitzenden. Die Nachfolge von Willy Berger aus Bütgenbach trat Ende März 2008 Peter Müller aus Amel, wohnhaft in Thirimont, an. Ein personeller Wechsel, der dem Sozialbetrieb weitere Impulse besonders in der Erschließung neuer Märkte geben soll.



Ein Blick zurück: Bei der Gründungsversammlung der BW am 3. November 1972 wurde der Vorsitz Herbert Mertens aus Büllingen angetragen, im Vorfeld einer der engagiertesten Förderer der Einrichtung, die am 6. August 1973 mit fünfzehn Personen im Haus Schröder in Medell/Hochkreuz ihren Betrieb aufnahm und mit der das Behindertenwesen in der Eifel eingangs der siebziger Jahre, also noch vor der Einsetzung des Rates der deutschen Kulturgemeinschaft und damit faktisch in gemeinschaftspolitischer Steinzeit, neue Wege beschritt.
Der Büllinger Geschäftsmann stand der Werkstätte während knapp einem Vierteljahrhundert vor, bis zu seinem Tode am 13. Februar 1997. Zwei Monate später verständigten sich die BW-Entscheidungsgremien auf Willy Berger aus Bütgenbach als Nachfolger, damals nach ebenso langer wie erfolgreicher Tätigkeit als Manager bei Siemens Brüssel gerade im Ruhestand und, wie er rückblickend anmerkt, „bereit für eine neue Herausforderung“.

Selbstinitiative

Nach elf Jahren erachtete Willy Berger seine selbst gestellte Aufgabe jedoch für „erledigt“, ohne dass er sich dafür jedoch gänzlich aus der Verantwortung zurückzieht. Bei der Suche nach einem passenden Nachfolger ergriff er selbst die Initiative - und wurde fündig bei Peter Müller, Unternehmer aus Möderscheid, der nach kurzer Überlegung seine Bereitschaft signalisierte, die Beschützende Werkstätte an neue Aufgaben heranzuführen. Dabei kann er weiter auf den Rat und die Tat seines Vorgängers zählen, der sich auch künftig im Vorstand für die Belange der Behinderten einbringen will.

Mit der Berufung von Peter Müller steht der Beschützenden Werkstätte auch „in der dritten Generation“ ein Vertreter aus Handel und Gewerbe vor. Und wirtschaftliche Kompetenz ist genau die Trumpfkarte, die der Sozialbetrieb auch weiter auf dem (über)regionalen Markt ziehen will. Im Wissen, dass diese selbst gestellte Aufgabe beständige Anstrengungen und gegebenenfalls neue Orientierungen erfordert - strukturell, aber vielleicht mehr noch menschlich. Bei immerhin 102 Beschäftigten, davon 82 Personen mit Behinderung.

Mehr zum Thema Präsidentenwechsel in Meyerode -
Ein Dossier von Norbert Meyers mit Fotos von Erwin Kirsch

Willy Berger, ehemaliger Vorsitzender:

> Eine Bilanz: Der ehemalige Vorsitzende sieht die BW „auf einem guten Weg“
> Zur Person: Stets viel Verantwortung für viele Mitarbeiter

Peter Müller, neuer Vorsitzender:
> Zur Person: innovative Wege bereits Anfang der siebziger Jahre
> Strategie: Mut zu Visionen - neue Nischen aufspüren
> Im Gespräch: “Oberstes Ziel bliebt der behinderte Mensch.”
> Seine GmbH: dank ständiger Innovation international eine feste Marktgröße

> Bildergalerie: Rundgang mit dem altem und neuen Vorsitzenden


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